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Josef Ranz, Gastwirt und Kalsdorfer Bürgermeister,
letzteres von 1870 bis 1888, setzte sich stets für soziale,
schulische oder kirchliche Belange der Gemeinde ein. Gemeinsam
mit dem Mühlenbesitzer Franz Schreiter gründete er im Jahre
1874 die Freiwillige Feuerwehr Kalsdorf. Nach der behördlichen
Genehmigung vom 8. September 1874 fanden sich am 13. September
26 Männer bei der Gründungsversammlung ein und meldeten
ihren Eintritt in die neue Wehr. Anschließend wurden durch
Wahl folgende Funktionen vergeben:
Hauptmann: Josef Ranz, Gastwirt
und Gemeindevorsteher
Stellvertreter: Franz Schreiter, Mühlenbesitzer
Schriftwart: Johann Kink, Lehrer
Säckelwart und erster Steigerzugsführer:
Franz Matzer, Grundbesitzer
2. Steigerzugsführer: Alois Hütter, Mühlenbesitzer
Spritzenzugsführer: Andreas Marchl, Grundbesitzer
Zeugwart: Johann Edler, Grundbesitzer
Vorerst aber nahm das Interesse der Kalsdorfer
an ihrer neuen Feuerwehr nicht gerade überhand. Es
mangelte daher an finanziellen Mitteln und als erste Anschaffung
überhaupt konnte man sich am 21. November 1874 stolze
zwei Signalhörner kaufen!
Größere Spenden von der Steiermärkischen
Sparkasse, von der Adria- Versicherung und von der Wechselseitigen
Brandschadenversicherung, bzw. eine von der Wehr veranstaltete
Tombola, ermöglichten während des Jahres 1875
größere Anschaffungen von Ausrüstungsgegenständen,
darunter eine Handdruckspritze und ein Wasserwagen.
"Denn früher musste das Wasser mittels Eimer in
die Spritze gegossen werden, damit die Männer, die
die Spritze betätigen, dieses Wasser unter Druck über
eine Schlauchleitung zum Brandherd bringen konnten. Die
ersten Spritzen waren wahrscheinlich tragbar, denn wir finden
erst später Eintragungen über den Umbau zu fahrbaren
Spritzen."
Nicht selten streckte Bürgermeister Feuerwehrhauptmann
Ranz der Feuerwehr aus seinem Privatvermögen Geld vor,
das er Jahre später erst zurückerhielt. Unter
seiner Leitung richtete man (als die Platzfrage auch aufgrund
der neu angekauften Geräte akut wurde) im Pradlhof
das Feuerwehrdepot ein.
Zu größeren Bränden hatte
die Kalsdorfer Feuerwehr das erstmals im Jahre 1886 auszurücken.
Am 15. November stand die Scheune des Josef Hoffmann in
Flammen, am 24. November vernichtete ein Feuer die Getreidekammer
des Grundbesitzers und Feuerwehr-Zeugwartes Josef Brugger
in Kalsdorf 21. Es war zu jener Zeit Brauch, die Brandausrückungen
auf Gedenktafeln aufzuzeichnen. Diese Tafeln wurden sichtbar
angebracht, sodass die Bevölkerung über jeden
Brandeinsatz der Feuerwehr genauestens informiert war.
Nach dem Tod des Hauptmannes Josef Ranz
im Jahre 1888 und der Umsiedlung des Franz Schreiter nach
Graz wählte die Kalsdorfer Feuerwehr wieder zwei wohlverdiente
Mitbürger in die Führung der Feuerwehr. Hauptmann
wurde der Gastwirt Vinzenz Grill, Sohn des gleichnamigen
Bürgermeisters (1850 bis 1857). Sein Stellvertreter,
Andreas Marchel, war Sohn des letzten Dorfrichters und ersten
Kalsdorfer Bürgermeisters (1849-1850). Andreas Marchel
trat 1891 das Amt eines Bürgermeisters an.
Im Jahre 1889 existierte in Kalsdorf
noch ein Nachtwächter, dem die gerade in Kalsdorf so
wichtige Aufgabe übertragen war, während der nachtschlafenden
Zeit für Ruhe und Ordnung zu sorgen und darauf zu achten,
dass kein Brand entstünde. Trotzdem hatte die Feuerwehr
im ausgehenden 19. Jahrhundert oftmals auszurücken.
Lediglich einige Beispiele seien genannt:
14. November 1888: Brandlegung
am Gehöft Leeb vulgo Kulmi in Forst.
7. Jänner 1889: Scheune des Franz Pojer vulgo
Neubauer in Großsulz brennt ab.
2. Mai 1890 Michael Brunners (vulgo Stampfhansel)
Gehöft in Gössendorf brennt ab.
19. September 1892: Die Scheune des Michael Klein
in Kalsdorf brennt ab.
1. August 1893: Die Hütter-Scheune in Großsulz
brennt.
23. September 1894: Johann Mittereggers (vulgo Dorn)
Gehöft in Werndorf brennt ab.
So traurig diese Anlässe auch waren,
zu so verwunderlichen Vorfällen kam es bisweilen.
Unglaubliches geschah bei einem Brand
am 14. November 1888: "Eine Dienstmagd, welche sich
nach Ausbruch des Brandes in den Backofen geflüchtet
hatte, wurde nach Bewältigung des Brandes aus demselben
zwar betäubt, aber lebend hervorgezogen."
Den wohl härtesten Einsatz hatte die junge Kalsdorfer
Feuerwehr am Weihnachtsabend und Christtag 1899 durchzustehen,
als innerhalb von zwei Tagen vier Züge im Bahnhof Kalsdorf
zusammenstießen. Die Kalsdorfer Feuerwehr bewährte
sich dabei so vortrefflich, dass ihr die Südbahndirektion
in Anerkennung des aufopfernden Einsatzes 100 Gulden überwies.
Nachdem am 24. Jänner 1898 verstorbenen Vinzenz Grill
übernahm der Gemeindevorsteher Andreas Marchel die
Leitung der Feuerwehr. Sie zählte damals 45 ausübende,
fünf unterstützende und zwei Ehrenmitglieder.
Als man im Jahre 1904 schließlich das 30jährige
Bestandsjubiläum feierte, konnte die Freiwillige Feuerwehr
Kalsdorf auf 58 Brandeinsätze in- und außerhalb
des Ortes zurückblicken.

30 Jährige Gründungsfeier 1904 der Feuerwehr
Kalsdorf
In den Jahren 1906 bis 1908 erfolgte
der Bau eines neuen Rüsthauses. Der "Steigerturm",
er lag am Platz gegenüber dem Gasthof Pendl, wurde
vom Industriellen und damaligen Kalsdorfer Bürgermeister
Dr. Julius Finze am 17. Mai 1908 der Feuerwehr übergeben.
Auch die Ausrüstung musste ergänzt und erneuert
werden. Als kleine Sensation galt die Anschaffung einer
Dampfspritze vom Typ "Leitha". Pfarrer Joherl
nahm unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung
am 11. Juni die feierliche Einsegnung vor.

Fertigstellung des Rüsthauses 1908
Der Ausbruch des 1. Weltkrieges wirkte
sich auch auf die Kalsdorfer Feuerwehr aus. Im Jahre 1915
gehörten der Wehr 54 ausübende Mitglieder an,
wovon sich jedoch 25 an der Front befanden. Zwei von ihnen
waren bereits gefallen, zwei weitere vermisst.
Nach der Neuorganisation und der Aufnahme von Arbeitern
der Lapp-Finze AG übernahm die Fabrik in steigendem
Maße die Subvention der Feuerwehr. Diese war in den
Jahren 1925 bis 1928 in erster Linie mit einem Anstieg der
Brandstiftungen konfrontiert. Teils lagen die Motive der
Brandstifter in politischen Streitereien, teils verleiteten
Not und Verschuldung die Besitzer zu diesem Vorgehen.
Politische Auseinandersetzungen drangen
auch in die Reihen der Feuerwehr ein. Aus den Jahren 1936
und 1937 wird über heftige diesbezügliche Auseinandersetzungen
berichtet. Der Anschluss Österreichs an das Deutsche
Reich brachte trotzdem keine personellen
Konsequenzen mit sich, wohl aber wurde
die Freiwillige Feuerwehr Kalsdorf in die Feuerschutzpolizei
nach deutschem Recht eingegliedert. Der Bürgermeister
ernannte nun die Wehrführung, bzw. beließ die
amtierende Kalsdorfer Wehrführung im Amte. Bis zur
Beschaffung der neuen Polizeiuniformen hatten alle Wehrmänner
im Dienste die Hakenkreuzbinde zu tragen. Die Kalsdorfer
Rettungsabteilung wurde aus dem Verband der Feuerwehr herausgelöst
und dem Deutschen Roten Kreuz eingegliedert. Die Feuerwehrübungen
bezeichnete man nun als Appelle, die Ausbildung erfolgte
nach deutschen Vorschriften, die ein Höchstmaß
an Disziplin verlangten. Nach den neuen Bestimmungen fungierte
die Feuerwehr als Hilfspolizeitruppe, wobei die Ernennung
des Gruppenführers und dessen Stellvertreters vom Bürgermeister,
die Ernennung der Wehrführer und deren Stellvertreter
vom Landrat auf Vorschlag des Bürgermeisters erfolgte.
Mit Erlass des Landrates vom 25. Mai 1940 wurde der bisherige
Wehrführerstellvertreter zum Wehrführer im Rang
eines Hauptgruppenführers ernannt.
Mit der Ausweitung des Krieges ergaben
sich auch für die Kalsdorfer Feuerwehr neue Aufgaben.
Am 24. April 1940 beauftragte der Reichsführer SS und
Chef der Deutschen Polizei, Heinrich Himmler, die Kalsdorfer
Feuerwehr, der Feuerwehr des Fliegerhorstes Thalerhof im
Notfall beizustehen. In Zusammenhang damit erfolgte die
Neuausstattung der Kalsdorfer Wehr mit damals modernstem
Gerät.
Die Zahl der Brände ging mit dem Jahr
1938 übrigens schlagartig zurück. Dies ist auf intensive
Aufklärungsarbeit, die strenge Feuerbeschau und die Entrümpelung
der Dachböden zurückzuführen. Besonderes Augenmerk legte
die Wehr natürlich auch auf die Verhinderung von Sabotageakten
im Bereich der Südbahnstrecke, zumal diese mit dem Beginn
des Balkanfeldzuges (6. April 1941) eine übergeordnete Rolle
im Bereich des Nachschubes spielte.
Der Machthunger Heinrich Himmlers (Reichsführer
SS) wirkte sich auch auf die Feuerwehr aus: Stand diese
gemäß Führererlass seit 1. September 1942 unter Militärgerichtsbarkeit,
so wurde die Wehr mit 25. Jänner 1943 der SS- und Polizeigerichtsbarkeit
unterstellt. Jeder Feuerwehrmann hatte diese Verordnung
durch seine eigenhändige Unterschrift zur Kenntnis zu nehmen.
Parallel dazu verbesserte sich die technische Ausrüstung
der Wehr entscheidend.
Unter den Opfern des Luftangriffes auf
KaIsdorf vom 24. Mai 1944 befanden sich auch der Obertruppführer
Franz Uitz und Hauptmann Michael Puschnigg. Truppmann Franz
Fessler erlitt schwere Verletzungen. Bei diesem Luftangriff
entstand am Rüsthaus beträchtlicher Sachschaden, manche
Geräte wurden beschädigt.
Zu Kriegsende stellte die immer aussichtsloser
werdende Versorgungslage die Feuerwehr vor oftmals unlösbare
Probleme. "Zur Brandbekämpfung nach den großen Fliegerangriffen
in Graz waren die Löschgruppen von KaIsdorf oft stundenlang
im Einsatz. Die Front rückte immer näher und die ständig
zu erwartenden Fliegerangriffe stellten an alle Wehrmänner
auch sehr große Anforderungen. Um jeden Liter Benzin musste
ein Papierkrieg geführt werden. Durch den Angriff auf KaIsdorf
und die Verlagerung des Gerätes nach Großsulz, wo auch viele
Männer dienstverpflichtet waren, wurde auch dort eine eigene
Löschgruppe aufgestellt."
Nach Kriegsende betrieb die Gemeindevertretung
die rasche Reorganisation der Kalsdorfer Feuerwehr. Am 29.
Juli und am 31. August 1945 versammelten sich die ersten
Männer, um den Wiederaufbau der Wehr in Angriff zu nehmen.
Dies gestaltete sich umso schwieriger, zumal die sowjetische
Besatzungsmacht viele Geräte beschlagnahmt hatte. An größere
Neuanschaffungen konnte, wegen der schwierigen wirtschaftlichen
Situation, erst wieder ab 1948 gedacht werden.
Am 31. Dezember belief sich der Stand
der aktiven Mitglieder bereits auf 66 Mann. Den ersten Feuerwehrball
nach dem Krieg erlebten die Kalsdorfer am 31.Jänner 1949.Er
galt den Menschen als Vorbote des wirtschaftlichen Aufschwungs.
Für die Männer der Wehr wurde nun wieder
ein Problem akut, unter dem man in KaIsdorf schon seit Eröffnung
der Südbahn zu kämpfen hatte. Wenn die Dampflokomotiven
knapp vor der Erntezeit durch die trockenen Felder fuhren,
entstand, besonders beim Anfahren der Lokomotiven im Bahnhof
KaIsdorf, starker Funkenflug. Das führte dazu, dass oft
die in der Nähe der Bahn gelegenen Felder in Flammen aufgingen
und die Kalsdorfer Feuerwehr ausrücken musste.
Das neue Landesfeuerwehrgesetz definiert
die Feuerwehren als Körperschaften öffentlichen Rechts.
Rechte und Pflichten jedes Feuerwehrmannes sind genau definiert.
Die Mitglieder der Werksfeuerwehr der
Lapp-Finze AG hatten demnach aus der Freiwilligen Feuerwehr
KaIsdorf auszuscheiden, weil eine Doppelmitgliedschaft nach
dem neuen Landesfeuerwehrgesetz nicht möglich war. Die Werksfeuerwehr
musste fortan ihre eigenen Wege gehen. Neben der Erweiterung
der Ausrüstung bilden Übungen, Bezirksfeuerwehrtage und
leider auch zahlreiche Großbrände Marksteine in der jüngeren
Geschichte der Kalsdorfer Feuerwehr. 1964, im 90. Jahr ihres
Bestehens, verfügte die Wehr über ein Tank-Löschfahrzeug,
ein leichtes Löschfahrzeug T 1500, über zwei TS Rosenbauer,
zwei Gugg (SR 3448,3760), einen VW Automatik und vier Anhänger
für Tragkraftspritzen.

Rüstwagen der Feuerwehr Kalsdorf
Seit der Markterhebungsfeier (Auftakt
am 21. September 1968) entfaltete sie eine Fülle von Aktivitäten.
Ihre Aufgaben reichen von der Bergung Ertrunkener bis zur
Hilfeleistung bei Autounfällen, von der Brandlöschung bis
zu Einsätzen weit außerhalb Kalsdorfs. Bei der 100-Jahr-Feier
im Jahre 1974, die gleichzeitig mit dem Bezirksfeuerwehrtag
abgehalten wurde, konnte sich die Jugend an Wettkämpfen
erfreuen, auch den leiblichen Genüssen frönten die geselligen
Kalsdorfer. Ungeachtet dessen blieb der Einsatzwille der
beherzten Männer ungebrochen. 56 aktive Mitglieder und 46
Jungmänner leisteten im Jahre 1980 58 Einsätze, alleine
der Großbrand im Holzverarbeitungsbetrieb Meyer forderte
von 55 Mann 594 Arbeitsstunden. Am 12. September 1981 beendete
die Einweihung des neuen Rüsthauses einen jahrelangen Missstand.
Das alte Rüsthaus, 1910 erbaut, war nämlich lediglich für
zwei pferdebespannte Wagen konzipiert gewesen!
Die Freiwillige Feuerwehr Kaisdorf, die
über eine derart reiche und interessante Tradition verfügt,
ist heute zu jeder Hilfeleistung in der Lage, die von ihr
verlangt wird. Die zahlreichen Erfolge im Einsatz und bei
den verschiedensten Wettkämpfen geben davon beredtes Zeugnis.
Die Hauptmänner der Freiwilligen
Feuerwehr Kalsdorf
1874-1888 Josef Ranz
1889-1898 Vinzenz Grill
1898-1909 Andreas Marchl
1909-1914 Georg Krenn
1914-1917 Franz Herzog
1917-1919 Andreas Marchl
1919-1934 Mathias Platzer
1934-1937 Johann Fedl
1937- 1940 Franz Uitz
1940-1945 Karl Hudelist
1945-1947 August Sailer
1947- 1959 Ferdinand Herunter
1959-1975 Franz Lackner
1975-1982 Josef Gartler
seit 1982 Karl Wolf
Die Werksfeuerwehr der Lapp - Finze
AG
Diese Werksfeuerwehr wurde im Kriegsjahr
1940 von Kommandant Hudelist und 18 Werkskameraden gegründet.
Die Aufgabe der Wehr lag - zeitbedingt - vorerst hauptsächlich
im Bereich des Luftschutzes, wobei gegen Kriegsende infolge
der häufigen Luftangriffe auf Kalsdorf zahlreiche Einsätze
zu bewältigen waren. Fünf Gründungsmitglieder gehörten damals
auch der Ortsfeuerwehr an.
An Ausrüstungsgegenständen verfügte die
Feuerwehr im Jahre 1940 über eine tragbare Rosenbauer-KraftspritzeTypeR80,
über sieben Stück B-Schläuche je 20 m, über 20 Stück C-Schläuche
je 15m und über 50 Handfeuerlöscher. Nach der Übernahme
durch Kommandant Jelenz im Jahre 1942 wurde das Depot 1943
in die Karlhütte verlegt. Eine zweite Tragkraftspritze (TS8
N 80), die 1944 angekauft wurde, erleichterte die Brandbekämpfung
nach Bombenangriffen erheblich.
Nach dem Brand des Turbinenhauses im
Jahre 1947 organisierte Kommandant Flixeder die Wehr neu.
Sie verfügte damals über 20 Mann. 1950 und 1954 rückte die
Betriebsfeuerwehr wieder zu Bränden aus (einer davon betraf
die Lackiererei) und konnte diese erfolgreich bekämpfen.
In der Folge wurde die Wehr modern ausgerüstet, sodass sie
bei Übungen wie im Ernstfall ihre Aufgaben zum Wohle der
Roto Frank AG optimal zu lösen imstande ist. Die Werksfeuerwehr
zählt gegenwärtig etwa 20 Mitglieder.

Die Freiwillige Feuerwehr Kalsdorf in den 50iger Jahren
Die Feuerwehrjugend Kalsdorf
Erste Aufgabe dieser Einrichtung ist
die Sicherung des Nachwuchses für die Freiwillige Feuerwehr.
Die Gründung der Feuerwehrjugend erfolgte 1973, nachdem
die Überalterung des Feuerwehrkorps immer augenscheinlicher
geworden war. Mit Werbematerial und Filmen versuchten die
Verantwortlichen in der Folge, vor allem die Schuljugend
für die Ziele und Ideale der Feuerwehrjugend zu gewinnen.
Das erste Jugendzeltlager der Jugendfeuerwehr
veranstalteten kommunale und regionale Stellen anlässlich
des Bezirksfeuerwehrtages in Kalsdorf im Jahre 1974. Des
Schicksals Tücke spielte den Kalsdorfern jedoch übel mit:
Ein Wolkenbruch biblischen Ausmaßes überflutete während
der Nacht das Zeltlager, in dem der Feuerwehrnachwuchs friedlich
schlummerte. Die Freiwillige Feuerwehr Kalsdorf musste ihren
Nachwuchs eiligst evakuieren und im Turnsaal unterbringen.
Die weitere Entwicklung der Feuerwehrjugend
bezüglich Mitgliederstand und Tauglichkeit verlief jedoch
derart positiv, dass sich die Freiwillige Feuerwehr Kalsdorf
heute nicht um ihren Nachwuchs zu sorgen braucht.
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